Vorankündigung und aktuelle Sonderausstellung

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Vorankündigung:

 

René Gilsi, geb. 1905 als Sohn des St.Galler Kunstmalers Fritz Gilsi, absolvierte nach dem Gymnasium eine Lehre als Flachmaler. Danach bildete er sich zum Gebrauchsgrafiker weiter. Bis 1925 arbeitete er in Paris und Wien, anschliessend machte er sich in Zürich als Grafiker selbständig. Bereits mit 20 Jahren zeichnete René Gilsi als freier Mitarbeiter von Bildredaktor Otto Baumberger für den «Nebelspalter».

René Gilsi thematisierte in den 1960er Jahren gemein­sam mit anderen Zeichnern des Nebelspalters den Auf­bruch in die moderne Konsumgesellschaft. Mit ausdrucksstarken Karikaturen übte er Kritik an den neuen Errungenschaften, etwa der Mobilität durch Automobile, der Berieselung durch das Fernsehen, der Überbauung der Landschaften durch Zweitwohnungen oder der Nutzung der Atomkraft.

Vernissage: Sonntag, 16. Mai 2021

Die Ausstellung dauert bis 24. April 2022

Verlängerung (in reduzierter Form)

Aufgrund des grossen Publikumsinteresses wird die Sonder-ausstellung als Kabinettausstellung verlängert bis zum 18. April 2022.
Im Zentrum stehen die Biografien von Conrad Sonderegger, Hermann und Johannes Küng sowie Traugott Zimmerman, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als Händler nach Niederländisch-Indien, heute Indonesien, gereist waren. Nach ihrer Rückkehr vermachten sie der Gemeinde Heiden Teile ihrer Sammlungen von Waffen, Kleidern und Alltagsgegenständen der Urbevölkerung. Auch eine Sammlung von Fotografien Traugott Zimmermanns gehört zum Bestand.
Die Lebensgeschichten dieser "Entrepreneurs" stehen sinnbildlich für die Verflechtungen der Schweiz mit dem internationalen Kolonialismus.
Das Buch zur Ausstellung: Ferne Welten - fremde Schätze
188 Seiten, 237 teils grossformatige Abbildungen, edition clandestin, CHF 42.-
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Am Kirchplatz 5 
(im Postgebäude)

9410 Heiden

Letzte Tage: Ferne Welten - fremde Schätze > bis Ende April

in der Vollversion / später als Kabinettausstellung

Öffnungszeiten

Eintrittspreise 

ab 01.01.2021

März 2021                 Samstag und Sonntag               14:00 – 17:00

 

April – Oktober:        Mittwoch bis Sonntag                 14:00 – 17:00

 

IM MUSEUM IST DAS TRAGEN EINER MASKE OBLIGATORISCH

Corona-Schutzkonzept

Erwachsene                                CHF 8.00
Kinder (bis und mit 16)               freier Eintritt
Es gelten die üblichen Vergünstigungen: Museumspass, Raiffeisenkarte, VMS, Icom, Gästekarte

Kontakt 

Führungen

Marcel Zünd, Museumsleiter

zuend@museum-heiden.ch

Öffentliche Führungen in der Sonderausstellung

> jeden ersten Sonntag eines Monats, 14 Uhr

 

Führung kostenlos, regulärer Eintritt,

Anmeldung erforderlich

  • Sonntag 2. Mai, 14:00 Uhr: Führung "Ferne Welten – fremde Schätze" / mit Marcel Zünd

  • Sonntag 6. Juni, 14:00 Uhr: Führung "René Gilsi. Karikaturen - aber keine leichte Kost"

 

Private Führungen

> Tarife

 
 
 
Museumsschwerpunkte der Dauerausstellung 

Ein wichtiger Bereich des Historischen Museums umfasst die Geschichte der Gemeinde Heiden und deren Aufstieg zu einem europaweit bekannten Kurort nach dem Dorfbrand von 1838. Die Blütezeit war u.a. den traditionellen Appenzeller Molkenkuren sowie dem modernen Wirken des berühmten Berliner Augenarztes Prof. Albrecht von Graefe (1828–1870) zu verdanken. 

Der Wohlstand der Gemeinde widerspiegelt sich in der gehobenen Wohnkultur der Ortsbürger. Repräsentativen Einblick gibt der Nachlass des 

international bekannten Sängers und Volksmusik-Forschers Dr. h.c. Alfred Tobler (1845–1923), der als Sängervater Tobler bekannt war. Neben seinem Himmelbett finden sich Wohnmobiliar und ein prächtiger bemalter Schrank mit Szenen aus dem bürgerlichen Leben in seinem Nachlass, sowie Gebrauchsgegenstände, Osterschriften, Holzräderwerk-Uhren und eine spielbare Hausorgel aus den 1770-er Jahren. 

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In der Geschichte Heidens spielt eine Reihe von Persönlichkeiten eine besondere Rolle, allen voran: 

Albrecht von Graefe
, Augenarzt, Pionier der Ophthalomologie, residierte im Sommer im Kurort Heiden und zog internationales Publikum an.

Alfred Tobler, seinerzeit gefeierter Opernsänger, setzte sich für das Appenzeller Volkslied und den Appenzeller Humor ein.

Emil Schmid, Kunstmaler aus dem «Morgenroth», besticht mit seinen Oelbildern und landschaftsverbundenen Radierungen.

Henry Dunant, Gründer des Roten Kreuzes und erster Nobelpreisträger, verbrachte seine letzten 20 Jahre in Heiden. 
Carl Böckli (Bö) prägte die Satirezeitschrift «Nebelspalter», unter anderem als Kämpfer für die geistige Landesverteidigung.

Das Archiv der Bö-Stiftung ist im Museum Heiden untergebracht. Es umfasst Originalzeichnungen und eine umfangreiche Sammlung an Originalausgaben des Nebelspalters. Die Bö-Stiftung stellt mit thematischen Wechselausstellungen Bö`s Werk zur Diskussion. 

www.boe-archiv.ch

Zum 50. Todestag von Carl Böckli (1989 – 1970)

4. Dezember 2020

«Bö: Grosser Mut statt schweigsame Duldung»

Text von Werner Meier, Chefredaktor "Nebelspalter" 1984–1993

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