Aktuelle Sonderausstellungen

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Die Sonderausstellung widmet sich René Gilsi (1905-2002), dem «Nebelspalter»-Karikaturisten mit spitzer Feder und aufwühlenden Bildern.

Gilsi war eine meinungsstarke Persönlichkeit, ein düsterer Visionär und Pionier der ökologischen Kritik. Er trug viel dazu bei, dass der Nebelspalter als «seriöse Satirezeitschrift» wahrgenommen wurde. Die Ausstellung zeigt zahlreiche originale Entwürfe Gilsis für seine «berühmt-berüchtigten» Karikaturen, die im Nebelspalter veröffentlicht wurden.

Die Ausstellung im Museum Heiden lässt diesen faszinierenden Karikaturen-Künstler aufleben und hinterlässt den unabwendbaren Eindruck: Es waren schon damals die gleichen Themen, die uns heute noch bewegen. Wir haben soeben über Pestizide und Trinkwasser-verschmutzung abgestimmt – das waren schon Themen bei Gilsi! Auch Fridays for Future, die Veganbewegung oder sogar Black Lives Matter würden bei Gilsi fündig.

Die Ausstellung dauert bis 24. April 2022

Aufgrund des grossen Publikumsinteresses wird die Ausstellung «Ferne Welten - fremde Schätze» von 2020 verlängert. In zwei Kabinettausstellungen werden wesentliche Teile weiterhin gezeigt:
  • Im ersten Kabinett steht die «indonesische» Fotosammlung von Traugott Zimmermann im Zentrum.
  • Im zweiten Kabinett geht es um die vier Biografien von Appenzeller «Kolonialisten» im 19. Jahrhundert im damaligen «Niederländisch-Indien».
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Am Kirchplatz 5 
(im Postgebäude)

9410 Heiden

Öffnungszeiten

Eintrittspreise 

ab 01.01.2021

April – Oktober:       Mittwoch bis Sonntag                  14:00 – 17:00

Nov. – März:             Mittwoch, Samstag, Sonntag      14:00 – 17:00

Erwachsene                                CHF 8.00
Kinder (bis und mit 16)               freier Eintritt

Es gelten die üblichen Vergünstigungen: Museumspass, Raiffeisenkarte, VMS, Icom, Gästekarte

 

IM MUSEUM IST DAS TRAGEN EINER MASKE OBLIGATORISCH

Corona-Schutzkonzept

Kontakt 

Führungen

info@museum-heiden.ch

071 521 12 86

Marcel Zünd, Museumsleiter

zuend@museum-heiden.ch

079 654 90 67

Öffentliche Führungen

> jeden ersten Sonntag eines Monats, 14 Uhr

> Führung kostenlos, regulärer Eintritt

> Anmeldung erforderlich: info@museum-heiden.ch

 

Ferne Welten – fremde Schätze

  • Sonntag 4. Juli, 14:00

  • Sonntag 1. August, 14:00

  • Sonntag 5. September, 14:00

Rene Gilsi. Karikaturen – aber keine leichte Kost!

  • Sonntag 20. Juni, 14:00

  • Sonntag 18. Juli, 14:00

  • Sonntag 15. August, 14:00

 

 

Private Führungen

  • Auf Anfrage per mail oder phone

  • Tarife

Links

 
 
 
Schwerpunkte der Dauerausstellung 

Ein wichtiger Bereich des Historischen Museums umfasst die Geschichte der Gemeinde Heiden und deren Aufstieg zu einem europaweit bekannten Kurort nach dem Dorfbrand von 1838. Die Blütezeit war u.a. den traditionellen Appenzeller Molkenkuren sowie dem modernen Wirken des berühmten Berliner Augenarztes Prof. Albrecht von Graefe (1828–1870) zu verdanken. 

Der Wohlstand der Gemeinde widerspiegelt sich in der gehobenen Wohnkultur der Ortsbürger. Repräsentativen Einblick gibt der Nachlass des 

international bekannten Sängers und Volksmusik-Forschers Dr. h.c. Alfred Tobler (1845–1923), der als Sängervater Tobler bekannt war. Neben seinem Himmelbett finden sich Wohnmobiliar und ein prächtiger bemalter Schrank mit Szenen aus dem bürgerlichen Leben in seinem Nachlass, sowie Gebrauchsgegenstände, Osterschriften, Holzräderwerk-Uhren und eine spielbare Hausorgel aus den 1770-er Jahren. 

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In der Geschichte Heidens spielt eine Reihe von Persönlichkeiten eine besondere Rolle, allen voran: 

Albrecht von Graefe
, Augenarzt, Pionier der Ophthalomologie, residierte im Sommer im Kurort Heiden und zog internationales Publikum an.

Alfred Tobler, seinerzeit gefeierter Opernsänger, setzte sich für das Appenzeller Volkslied und den Appenzeller Humor ein.

Emil Schmid, Kunstmaler aus dem «Morgenroth», besticht mit seinen Oelbildern und landschaftsverbundenen Radierungen.

Henry Dunant, Gründer des Roten Kreuzes und erster Nobelpreisträger, verbrachte seine letzten 20 Jahre in Heiden. 
Carl Böckli (Bö) prägte die Satirezeitschrift «Nebelspalter», unter anderem als Kämpfer für die geistige Landesverteidigung.

Das Archiv der Bö-Stiftung ist im Museum Heiden untergebracht. Es umfasst Originalzeichnungen und eine umfangreiche Sammlung an Originalausgaben des Nebelspalters. Die Bö-Stiftung stellt mit thematischen Wechselausstellungen Bö`s Werk zur Diskussion. 

www.boe-archiv.ch

Zum 50. Todestag von Carl Böckli (1989 – 1970)

4. Dezember 2020

«Bö: Grosser Mut statt schweigsame Duldung»

Text von Werner Meier, Chefredaktor "Nebelspalter" 1984–1993

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